Kampfkunstschule Lorenz

Muso-Ryû Jiu Jutsu

 

Die Muso-Ryû Schule

Die Schule des Muso-Ryû Jiu Jutsu ist eine sehr alte japanische Jiu-Jitsu-Schule. Wie auch in anderen Schulen liegt das Haupt­augenmerk auf der Selbst­vertei­digung gegen einen oder mehrere Angreifer, auch gegen Bewaff­nete. Der Stil ist sehr tradi­tionell. Japanische Kriegs­kunst und die vom Zen-Buddhismus beeinflusste Lebens­philosophie sind hier zu einem untrenn­baren Ganzen verbunden. Die Schüler erarbeiten die Philo­sophie direkt im Training und entwickeln dabei ihre Persön­lichkeit. Es gibt keinen getrennten Theorie-Unterricht, wie mancher Europäer annehmen würde.

Ein wichtiger Bestand­teil und damit ein gravie­render Unter­schied zum europä­isierten Jiu-Jitsu ist das intensive Training mit Übungs­waffen. Der komplette waffen­lose Kampf im Jiu-Jitsu fußt auf Waffen­techniken. Sie bilden das Funda­ment für sicheren Stand, das Gefühl für die richtigen Winkel zum Angreifer, die Ausweich­bewegungen, das ideale Timing, die richtige Atmung, den Überblick über die Gesamt­situation. So kann eine Gefahren­situation erfolg­reich kontrol­liert und über­standen werden.

Schmidt Sensei brachte diesen Stil in den 1970er Jahren aus Japan nach Bayreuth, wo er ein privates Dojo führte. Er hatte zuerst in Deutsch­land eine Ausbildung in Ju-Jutsu bis zum Meister­grad genossen. Er verbrachte dann mehr als 8 Jahre in Japan und nutzte diese Zeit zum Erlernen des Muso-Ryû Jiu Jutsu. Schmidt Sensei mied jegliche europä­ischen Verbände und konzen­trierte sich ganz auf die Kampf­kunst.

Andreas Lorenz ist einer der letzten aktiven Schüler Schmidt Senseis. Er hat sich vorge­nommen, diesen seltenen Stil hier in Europa zu erhalten und weiter­zu­tragen.

Bokuto – das Holzschwert
 
Bokuto – das Holzschwert

 
 
 
Hanbo – der Kurzstock
 
Hanbo – der Kurzstock

Was ist Muso-Ryu Jiu Jutsu?

Muso-Ryû Jiu Jutsu eine Kampf­kunst – in Folge dessen – eine Kunst zu kämpfen. Das be­schränkt sich nicht auf die körper­liche Ausein­ander­setzung. Es schließt auch den Kampf mit sich selbst ein. »Muso« steht seit Jahr­hunderten für den optimalen Zustand eines Kriegers im Kampf. Um diesen zu errei­chen, ist nicht nur techni­sches Geschick und das Ver­ständ­nis der Tech­niken nötig, sondern ebenso die Geklärt­heit mit sich selbst. Dieses Muso sollte das Ziel sein. Der Geist ist frei und nicht mehr an fest­ge­setzte Formen gebun­den. Eine entstan­dene Situa­tion wird wahr­ge­nommen, kontrol­liert und verar­beitet.

Man unterrichtet Formen, Bewegungs­ab­läufe (Katas) und Verhal­tens­weisen. Diese sind zur körper­lichen und geistigen Schu­lung gedacht. Sie sind Werkz­eug, Bau­steine. Jeder setzt sie für sich selbst zusam­men­setzen. Nicht der Mensch soll sich an die Form an­passen, sondern die Form an den Men­schen, bis er letzt­endlich formlos ist. Bemerke den Unter­schied zwischen »keine Form haben« und »formlos«. Erste­res ist »Igno­ranz« – das zweite »Über­legen­heit«.

Ein instinktives Körper­gefühl erlangt man durch ein konti­nuier­liches Trai­ning. Es hilft uns, unsere wirk­samsten und dyna­mischsten Wege zu finden. Nur so kann man beste Kraft­ent­faltung, ideales Gleich­gewicht in den Bewe­gungen und den wirt­schaft­lichsten Ein­satz von Ener­gie errei­chen. Nur so kann man natür­lich reagie­ren und gespei­cherte Verhaltens­muster als natür­liche Reaktion abru­fen. Durch ste­tiges, konzen­triertes Üben kann man lernen, seine Emo­tionen zu kontrol­lieren. Das ist beson­ders wichtig, um in Stress­situationen zu bestehen.

Das stetige Training mit den traditio­nellen Waffen ist für die körper­liche und geistige Entwick­lung unabvdingbar. Damit übt man sich im kor­rekten Stand, Aus­druck und prägt seinen Charak­ter, um die nötige Präsenz im Kampf zu erlan­gen. Die Erfahrun­gen des Waffen­trainings und der Aus­druck eines Budokas fließen in die waffen­losen Techni­ken ein. Wir sollten nie ver­gessen, dass wir asia­tische Kampf­künste betrei­ben. Wir sollten daher auch deren Philo­sophie verste­hen lernen. Der Kern dieses Verste­hens liegt im Geiste jedes einzel­nen. So lange dieser Kern nicht be­rührt wird, bleibt alles unsicher und ober­fläch­lich. Lernen ist keine Form der Imi­tation, auch nicht die Fähig­keit, Wissen zu sammeln und zu wieder­holen. Lernen ist ein konti­nuier­licher Prozess der Ent­deckung:

Ein endloser Prozess …

Jo – ein mittellanger Stock
 
Jo – ein mittellanger Stock

 
 
 
Tanto – das Messer
 
Tanto – das Messer

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»Wahrheit kann nicht verstanden werden, solange wir kein volles Verständnis über uns selbst und unseren Potentials haben.«

Bruce Lee

 
Drachen

Bushido

bezeichnet den Weg des Kriegers.

Kara

heißt leer – im Sinne von »den Geist frei machen«.

Shin

bedeutet, sich mit ganzem Herzen einzulassen.

Kei

bedeutet Respekt und Hochachtung untereinander.

Ken

steht für Gesundheit und Wohlbefinden, Achtung vor dem Leben.

Waza

ist die Technik, die es gilt zu vervollkommnen.

Ki

bedeutet Energie, Lebensenergie oder kosmische Energie, die Urkraft, die wir in uns wecken müssen.


Muso

umfasst das alles.

Drachen
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Prüfungsordnung
Muso-Ryû Jiu-Jutsu

Nebenstehend die Prüfungsordnung als PDF zum Download.

Die Prüfungsordnung als PDF

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